Dialog Nationale Gesundheitspolitik

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Newsletter 6 / 2012

Newsletter Dialog Nationale GesundheitspolitikStändige Plattform von Bund und Kantonen

Der Newsletter der Plattform Dialog Nationale Gesundheitspolitik erscheint dreimal jährlich mit kurzen Informationen zu aktuellen Diskussionen, welche im Rahmen des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik geführt werden. Der "Dialog Nationale Gesundheitspolitik" ist die ständige Plattform von Bund und Kantonen, mittels der die beiden Dialogpartner gesundheitspolitische Themen und Aufgaben diskutieren und die nötigen Absprachen treffen.

Für weitere Informationen zum Dialog Nationale Gesundheitspolitik: 

Dialog Nationale Gesundheitspolitik

 

Themen aus dem Dialog zur Nationalen Gesundheitspolitik vom April 2012:
Nationale Gesundheitsstrategie – weitere Schritte

Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik (Dialog NGP) entschied sich an seiner Sitzung vom 19. April 2012 aus dem Projekt Nationale Gesundheitsstrategie drei eigenständige Projekte zu schaffen, das Projekt „Datengrundlagen“ des Bundesamt für Statistik, das Projekt „Tarife und Eckwerte für eine zukünftige Finanzierung“ sowie die neue Arbeitsgruppe „Ambulante Versorgung“. Die Projekte sollen der Organisationsstruktur des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik angehängt werden. Er  beauftragte die bestehende Arbeitsgruppe des Projekts „Tarife und Eckwerte zukünftige Finanzierung“, ihre Vorschläge von möglichen Finanzierungsmodellen weiter zu konkretisieren, um eine Steuerung zu verbessern, grössere Transparenz zu schaffen sowie das sozialpolitische Ziel der Dämpfung der Prämienentwicklung zu verfolgen. Ein Bericht dazu liegt voraussichtlich im Oktober 2012 vor.

Projekt Datengrundlagen

Projekt Tarife und Eckwerte

 

Ambulante Versorgung – Thema der Arbeitstagung zur Nationalen Gesundheitspolitik vom 6.11.2012 und einer Arbeitsgruppe

In den letzten Jahren hat eine Verlagerung der medizinischen Versorgung vom stationären in den ambulanten Bereich stattgefunden. Während man mit ausgewählten Instrumenten wie den Fallpauschalen, der neuen Spitalfinanzierung, der Spitalplanung und der Konzentration des Angebotes versucht, Qualität und Kosten in der stationären Versorgung in eine gewünschte Richtung zu lenken, entwickelte sich der ambulante Bereich trotz Zulassungsstopp (seit 2002) relativ autonom, wird doch der grösste Teil der ambulanten Versorgung von privaten Akteuren organsiert. Heute stellen sich Fragen nach möglichen Nachfolgelösungen für die Ende 2011 weggefallene Bedürfnisklausel.

Daher setzte der Dialog NGP setzte an seiner letzten Sitzung eine neue Arbeitsgruppe ein, welche Anschlusslösung nach Auslaufen der Bedürfnisklausel prüft. Zudem sollen weitere Anreize für eine regional ausgewogene Versorgung untersucht werden. Zur Beobachtung der Entwicklung läuft zurzeit bereits ein Monitoring.

Ebenso wird sich die diesjährige Arbeitstagung Nationale Gesundheitspolitik dem Thema der Gestaltung der ambulanten Versorgung widmen und weitere aktuelle Problembereiche, die im Zusammenhang mit der Ausweitung des ambulanten Versorgungsbereichs stehen, aufnehmen. Sie findet am 6. November 2012 im Zentrum Paul Klee, in Bern statt. Das Programm wird Anfang Juli auf www.nationalegesundheit.ch aufgeschaltet.

Arbeitsgruppe ambulante Versorgung

 

Managed Care-Vorlage – Fragen und Antworten

Das Parlament hiess am 30. September 2011 eine weitere Revision des Krankenversicherungsgesetzes gut, die sogenannte Managed Care-Vorlage. Damit wollen Parlament und Bundesrat die integrierte Versorgung im Gesetz verankern, um die heutige hohe Qualität im Gesundheitswesen sicherzustellen, die medizinische Versorgung weiter zu verbessern und das Kostenwachstum zu bremsen. Dank einer besseren Zusammenarbeit und Koordination zwischen allen Leistungserbringern sollen unter anderem unnötige Untersuchungen und Doppelspurigkeiten vermieden werden. Wer sich für ein integriertes Versorgungsnetz entscheidet, bezahlt weniger Selbstbehalt. Gegen die Vorlage ist das Referendum zustande gekommen. Am 17. Juni 2012 wird darüber abgestimmt.

Unter untenstehendem Link können Antworten auf diverse Fragen zur Vorlage gefunden werden (siehe Faktenblatt zur integrierten Versorgung und Antworten auf häufige Fragen zur integrierten Versorgung):

Faktenblatt zur integrierten Versorgung und FAQ 

 

Weiterführung «Nationale Strategie Palliative Care 2010–2012»

Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik hat am 19. April den Grundsatzentscheid getroffen, die «Nationale Strategie Palliative Care 2010–2012» um zwei bis drei Jahre zu verlängern. Die vorgesehenen Massnahmen werden zwar bis Ende Jahr grösstenteils umgesetzt bzw. eingeleitet sein. Dennoch ist absehbar, dass das Hauptziel der Strategie – «Bund und Kantone verankern Palliative Care gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren im Gesundheitswesen und in anderen Bereichen. Unheilbar kranke und sterbenden Menschen in der Schweiz erhalten damit ihrer Situation angepasste Palliative Care und ihre Lebensqualität wird verbessert» – noch nicht erreicht ist. Deshalb wird nun in den kommenden Monaten unter Einbezug aller Partner ein neuer, ergänzender Massnahmenplan erarbeitet. Dieser wird am 25. Oktober 2012 wiederum dem Dialog Nationale Gesundheitspolitik zur Verabschiedung vorgelegt. In einem neuen Strategiedokument werden zudem die Bilanz der ersten Strategiephase und der weitere Handlungsbedarf aufgezeigt.

Nationalen Strategie Palliative Care 2010–2012

1. Netzwerktagung Psychische Gesundheit Schweiz – 20. Juni 2012

Die GDK, der Bund (BAG, Seco, BSV) sowie die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz bauen gemeinsam als Trägerorganisationen ein Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz auf. Das Netzwerk dient der Vernetzung von Akteuren und Massnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit. Durch die Vernetzung und den Wissensaustausch zwischen den Netzwerkpartnern soll ein Mehrwert entstehen, der schliesslich sowohl der Gesamtbevölkerung wie besonders gefährdeten Gruppen zu Gute kommt. Das Netzwerk bietet die Möglichkeit, die in der Schweiz vernachlässigte Förderung der psychischen Gesundheit sowie die Prävention psychischer Krankheiten unter den gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen anzugehen. Für die Vernetzung der Akteure und den Wissenstransfer ist seit Dezember 2011 eine Koordinationsstelle in Betrieb, angesiedelt bei Gesundheitsförderung Schweiz. Diese plant nun eine erste Tagung, welche am 20. Juni 2012 stattfinden wird.

1. Netzwerktagung Psychische Gesundheit Schweiz

Konzept Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz

 

OECD-Bericht zu Psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz

„Sick on the Job? Myths and Realities about mental Health and Work“, so heisst ein Ende letzten Jahres erschienener Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Er wertet Daten aus zehn OECD-Ländern aus (darunter auch der Schweiz) und zeigt auf, dass wer einmal aus psychischen Gründen von Invaliditätsleistungen abhängig ist, es schwer hat, sich im Arbeitsmarkt wieder zu integrieren. Dabei – so belegt der Bericht – ist die häufige Annahme, dass Menschen mit psychischen Problemen nicht am Arbeitsmarkt teilhaben könnten, falsch. Es gehen nämlich 55 – 70 % einer beruflichen Beschäftigung nach. Ausschlaggebend für gute Integration sind beispielsweise Stress vermeidende Arbeitsbedingungen oder die Unterstützung der Arbeitgeber beim Konfliktmanagement. Der Bericht kommt zur Erkenntnis, dass die Arbeitschancen von Menschen mit verhältnismässig schwächer ausgeprägter Krankheit könnte durch gezielte Behandlung erheblich verbessert werden könnten. Die gebundene Ausgabe des Berichts kann (solange Vorrat) beim Bundesamt für Sozialversicherung BSV bezogen werden (martin.wicki@bsv.admin.ch). Nach dieser Überblicksstudie werden die teilnehmenden Länder von der OECD einzeln analysiert. Ende Jahr erscheint der spezifische Länderbericht zur Schweiz.

Sick on the Job? Myths and Realities about Mental Health and Work

 

 


Zuletzt aktualisiert am: 11.05.2012





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