Dialog Nationale Gesundheitspolitik

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Newsletter 5 / 2011

Newsletter Dialog Nationale Gesundheitspolitik
Ständige Plattform von Bund und Kantonen

Der Newsletter der Plattform Dialog Nationale Gesundheitspolitik erscheint dreimal jährlich mit kurzen Informationen zu aktuellen Diskussionen, welche im Rahmen des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik geführt werden. Der "Dialog Nationale Gesundheitspolitik" ist die ständige Plattform von Bund und Kantonen, mittels der die beiden Dialogpartner gesundheitspolitische Themen und Aufgaben diskutieren und die nötigen Absprachen treffen.

Für weitere Informationen zum Dialog Nationale Gesundheitspolitik: 
Dialog Nationale Gesundheitspolitik

 

Themen aus dem Oktober-Dialog zur Nationalen Gesundheitspolitik:
Projekt Nationale Gesundheitsstrategie NGS – Entscheide aus der Dialogsitzung

Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik (Dialog NGP) hat an seiner Sitzung vom 27. Oktober 2011 eine Reihe von Entscheiden getroffen, die eine Neuausrichtung des Projekts Nationale Gesundheitsstrategie erfordern. Im Zentrum des Projekts sollen konkrete und aktuelle Fragestellungen stehen, insbesondere soll das vorgeschlagene Steuerungsinstrument eines Zielformulierungsprozesses nicht initiiert werden. Die beiden Teilprojekte „Tarife und Eckwerte einer zukünftigen Finanzierung“ sowie „Datengrundlagen“ sollen weitergeführt werden. Bei ersterem geht bei es um die Vereinheitlichung der Tarifgestaltung für den stationären und ambulanten Spitalbereich und um mögliche künftige Reformen im Finanzierungssystem der Gesundheitsversorgung. Das Teilprojekt „Datengrundlagen“ erarbeitet Lösungen zur Schliessung der identifizierten  Datenlücken. Der Dialog wünscht für das gesamte Projekt NGS bis zur nächsten Sitzung des Dialogs zur Nationalen Gesundheitspolitik im April 2012 einen Zeitplan und Meilensteine zum weiteren Vorgehen.

Projekt Nationale Gesundheitsstategie

 

OECD Reviews of Health Systems – Switzerland 2011

Die Dialogpartner nahmen am 27. Oktober den zweiten OECD/WHO-Bericht zum Gesundheitssystem der Schweiz zur Kenntnis. Der Bericht wurde im Auftrag des Departements des Innern  durch das OECD-Sekretariat und die Weltgesundheitsorganisation gemeinsam erstellt.

Der aktuelle Bericht – eine Follow-up des ersten Berichts aus dem Jahr 2006 - basierte auf einer Analyse von Dokumenten sowie einer Befragung von Verwaltungseinheiten des Bundes und der Kanton, unter Einbezug von Gesundheitsexperten aus dem Gesundheitsbereich (Versicherungen, Spitäler, Pflege und Ärzteschaft, Heime, Patientenorganisationen und NGOs, pharmazeutische Industrie, Obsan, Universitäten etc.).

Gemäss den Ergebnissen liegt die grundlegende Herausforderung für das schweizerische Gesundheitssystem darin, wirksam auf die Zunahme von chronischen Krankheiten und Multimorbiditäten reagieren zu können. Es werden dazu Empfehlungen für folgende Bereiche formuliert: Steuerung, Daten und Informationen, Krankenversicherung, Gesundheitspersonal, Prävention, Gesundheitsförderung und Versorgungsqualität sowie Wirksamkeit der Versorgung und Arzneimittelausgaben. Ob und welche Inhalte des Berichts der weiteren Bearbeitung bedürfen, soll im Rahmen des Dialogs zur Nationalen Gesundheitspolitik besprochen werden und der so eruierte Handlungsbedarf im Aprildialog zur Sprache gebracht werden.

Mehr zum Bericht der OECD / WHO über das schweizerische Gesundheitssystem sowie Bestellmöglichkeit

 

Konsum und Kosten der Medikamente in der Schweiz

Analyse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2002 und 2007 sowie der Daten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung von 1998 bis 2009

Dieser Bericht untersucht den Medikamentenkonsum und die Medikamentenkosten in der Schweiz. Er beschreibt die Entwicklung dieser beiden Aspekte nach soziodemografischen Kriterien (Geschlecht, Alter, Wohnkanton). In der Untersuchung wird ein besonderes Augenmerk auf Medikamente gegen erhöhten Cholesterinspiegel und Bluthochdruck sowie auf gewisse psychotrope Medikamente gerichtet. Unterschiede bezüglich Medikamentenkonsum und -kosten zwischen verschiedenen Sprachregionen und Kantonen werden behandelt. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass diese Unterschiede eher auf die abgegebene Medikamentenmenge als auf die medikamentösen Behandlungskosten zurückzuführen sind.

Publikation « Consommation et coût des médicaments en SuisseAnalyse des données de l’Enquête suisse sur la santé 2002 et 2007 et des données de l’assurance obligatoire des soins de 1998 à 2009 » (Obsan Rapport 50)

 

Jubiläums-Symposium des Obsan zu regionalen Unterschieden

Mit einem Symposium hat das Schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan am 16. November 2011 sein zehn-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 150 Personen von Bund, Kantonen, aus der Wissenschaft und weiteren Institutionen des Gesundheitswesens haben sich im Zentrum Paul Klee eingefunden, um sich über aktuelle Aspekte regionaler Unterschiede in Gesundheit und Versorgung zu informieren. Diese Themen haben das Obsan seit seiner Gründung vor 10 Jahren beschäftigt. Regionale Unterschiede sind denn auch im Hinblick auf die Analyse des Gesundheitssystems und die Planung von grosser Bedeutung.

Am Jubiläums-Symposium präsentierte nicht nur das Obsan-Team wichtige Resultate der letzten Jahre. Experten aus der Schweiz, aus Frankreich und Deutschland diskutierten regionale Ungleichheiten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Eine Diskussion mit den Regierungsräten Michel Thentz (JU), Paolo Beltraminelli (TI), mit Margot Enz Kuhn von Hausärzte Schweiz, Stefan Spycher, Vizedirektor des Bundesamtes für Gesundheit sowie Thomas Cerny, Krebsforschung Schweiz, über die Bedeutung regionaler Unterschiede in der Praxis rundeten die Veranstaltung ab. Dabei zeigte sich, dass regionale Ungleichheiten teilweise einer Systemlogik entsprechen, dass sie aber auch wichtige Indikatoren sind, um Planung und Qualität in der Versorgung zu optimieren.

Präsentationen am Jubiläums-Symposim des Obsan zu regionalen Unterschieden

Schweizerisches Gesundheitsobservatorium (Obsan)

 

Arbeitstagung Nationale Gesundheitspolitik vom 17. November 2011 im Zentrum Paul Klee
Thema: „Gesundheitsversorgung Schweiz – Strategien für mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit“

Die diesjährige Arbeitstagung Nationale Gesundheitspolitik war ganz dem Thema „Qualität und Wirtschaftlichkeit“ gewidmet und regte zu gesundheitspolitischen Diskussionen im Themenbereich an. Rund 200 Personen, darunter Vertreter und Vertreterinnen kantonaler und eidgenössischer Behörden, aus Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesen sowie Expertinnen und Experten wissenschaftlicher Institutionen, fanden sich im Zentrum Paul Klee in Bern ein, um sich mit Fragen des Themenkomplex der Versorgungsqualität und mit in diesem Zusammenhang stehenden Wirtschaftlichkeitsfragen zu befassen. Gesundheitsminister Didier Burkhalter und der noch in diesem Jahr amtierende Präsident der kantonalen Gesdirektorenkonferenz P.-Y. Maillard hielten als Gastgeber der Tagung einführende Referate zu diesem gesundheitspolitisch aktuellen Thema. Mit Präsentationen des St.Galler Ökonomieprofessors Gebhard Kirchgässner, der Leiterin des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums Obsan Monika Diebold sowie mit Beiträgen des Verwaltungs- unf Finanzdirektor des Centre hospitalier universitaire vaudois CHUV Oliver Peters und der Präsidentin des Dachverbands Schweizerischer Patientenstellen Erika Ziltener waren sowohl wissenschafltiche Betrachtungsweisen wie auch die Interessen eines Leistungserbringer und der Patientenschaft vertreten.

Beiträge an der Tagung sowie Zusammenfassungen zu den Workshops

Die Nächste Arbeitstagung Nationale Gesundheitspolitik findet am 6. November 2012 in Bern statt.

 


Zuletzt aktualisiert am: 09.12.2011





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