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Die ärztliche Bildung steht vor grossen Herausforderungen: fehlende Koordination zwischen den Bildungsabschnitten, neue Modelle der interprofessionellen Zusammenarbeit, Kostendruck und Kostenintransparenz führen dazu, dass vor allem die Weiterbildung zunehmend unter Druck gerät. Der Dialog zur Nationalen Gesundheitspolitik (NGP) hat deshalb das BAG im April 2010 mit dem Aufbau und Betrieb einer Plattform „Zukunft ärztliche Bildung“ beauftragt. Am 14. September 2010 haben die beteiligten Organisationen die Plattform lanciert und als ersten Themenschwerpunkt die Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung festgelegt.
Erste Resultate liegen nun vor. Die Plattform kommt zur Einschätzung, dass auch nach der Einführung von leistungsbezogenen Fallpauschalen (DRG) anfangs 2012 ein rascher und massiver Abbau von Weiterbildungsstellen nicht zu erwarten ist. Hingegen dürfte sich der finanzielle Druck auf die Leistungserbringer generell verstärken, weshalb qualitative und langfristig allenfalls auch quantitative Veränderungen zu erwarten sind. Die Plattform empfiehlt deshalb das Finanzierungsmodell "PEP" (pragmatisch, einfach, pauschal), das im Grundsatz alle auf der Spitalliste aufgeführten Spitäler und Kliniken dazu verpflichtet, die ihrem Potenzial entsprechende Anzahl Assistenzärzt/innen weiterzubilden.
Gemäss dem Modell "PEP sollen die Kantone die Weiterbildung mit einer Pauschalzahlung pro Kopf und Jahr unterstützen, wobei die Auszahlung der Beiträge abhängig von der Erfüllung bestimmter Qualitätskriterien ist. Verlangt wird zum Bispiel ein Weiterbildungskonzept. Die Einhaltung der Kriterien soll das Schweizerische Institut für Weiter- und Fortbildung (SIWF) überwachen. Einen Zuschlg soll zudem erhalen, wer Weiterbildungsplätze für angehende Hausärztinnen und -ärzte anbietet. Der Beitrag pro Weiterbildungsplatz soll nach Spitalkategorie differenziert werden.
Der Dialog hat am 25. August das Modell "PEP" verabschiedet und dazu eine Medienmitteilung veröffentlicht.
Zuletzt aktualisiert am: 26.08.2011