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Seit 2000 ist der Schutz, die Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der psychischen Gesundheit ein ständiges Thema zwischen Bund und Kantonen. Die Komplexität der Thematik, die nationalen und internationalen Entwicklungsimpulse und die föderalistischen Strukturen verlangen von Bund, Kantonen und führenden Nicht-Regierungsorganisationen einen differenzierten Austausch zur gesundheitspolitischen Abstimmung zu Gunsten einer verbesserten psychischen Gesundheit der Bevölkerung in der Schweiz.
Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und –direktoren hat im Rahmen der Arbeitsgruppe „Spitalplanung“ 2008 einen Leitfaden für die kantonalen Psychiatrieplanungen publiziert. Für die Entwicklung einer modernen psychiatrischen Grundversorgung bietet die GDK regelmässige Fachveranstaltungen an.
Zur Früherkennung und Behandlungsoptimierung von Depression und Suizidalität hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die von Deutschland lizenzierten Materialien „Bündnis gegen Depression“ für die ganze Schweiz erworben und gibt diese kostenlos an regionale Bündnisanbieter weiter.
Die GDK, der Bund (BAG, Seco, BSV) sowie die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz bauen gemeinsam als Trägerorganisationen ein Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz auf. Das Netzwerk dient der Vernetzung von Akteuren und Massnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit. Durch die Vernetzung und den Wissensaustausch zwischen den Netzwerkpartnern soll ein Mehrwert entstehen, der schliesslich sowohl der Gesamtbevölkerung wie besonders gefährdeten Gruppen zu Gute kommt. Das Netzwerk bietet die Möglichkeit, die in der Schweiz vernachlässigte Förderung der psychischen Gesundheit sowie die Prävention psychischer Krankheiten unter den gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen anzugehen. Für die Vernetzung der Akteure und den Wissenstransfer ist seit Dezember 2011 eine Koordinationsstelle in Betrieb, die bei Gesundheitsförderung Schweiz angesiedelt ist.
Zuletzt aktualisiert am: 30.04.2013